Archive for Juni 2012

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Du kannst alles von mir haben…

20. 06. 2012

Den Titel habe ich bei der Laborfee geklaut. Sie hat ja schließlich gesagt, dass ich alles von… – nein, natürlich nicht.

Eigentlich wollte ich in einem Kommentar auf ihren Blogpost antworten. Aber der wurde länger und länger und … und irgendwann dann einfach zu lang…

Aber wenn ich eh schon einen eigenen Artikel draus mache, dann kann ich auch etwas weiter ausholen 😀

Aaaalsooo….

Zu meiner „Philosophie“ gehört es, anderen da zu helfen, wenn es mich kaum mehr als ein klein wenig Zeit oder Aufmerksamkeit kostet. Die Tür kurz offenzuhalten, wenn jemand hinter mir kommt (der Klassiker!) Auf dem engen Bürgersteig kurz zwischen zwei Autos stehenzubleiben, um die junge Mutter mit dem Kinderwagen durchzulassen. Kleinigkeiten halt.

Oder – je nach „Nutzen“ – auch mehr. In meiner Heimatgemeinde Müll sammeln, den achtlose Autofahrer aus dem Fenster geworfen haben. (Diese „Aktion saubere Landschaft“ bekommt irgendwann einen eigene Artikel…) In der Dorfgemeinschaft mithelfen, wenn der Maibaum aufgestellt oder das Martinsfeuer aufgebaut wird. Und irgendwo da gehört auch das Blutspenden usw. rein.

Ich gehe (mehr oder weniger) regelmäßig Blut spenden. Beim Roten Kreuz (auch wenn der DRK-Blutspendedienst teilweise kritisch gesehen wird), weil es in meiner Heimat die einzige Möglichkeit ist, und wir im Freundeskreis nach Möglichkeit gemeinsam zu den Spendeterminen gehen.
Beim DRK kann man bis zu sechsmal im Jahr spenden (Frauen bis zu viermal) – Ich habe inzwischen über 50 Spenden geleistet, und bin da auch ein bisschen stolz drauf 🙂

Bei den ersten Spenden war ich nachher anscheinend ziemlich blass um die Nase. Bei der Voruntersuchung war mein Blutdruck damals (trotz reichlich Nervös-sein) knapp über der Untergrenze, dass ich überhaupt zugelassen wurde. Ich habe mich nach dem „Anzapfen“ zwar gut gefühlt, war aber anscheinend extremst blass und musste sicherheitshalber eine Extrarunde „nachsitzen“. – Naja, lieber auf Nummer sicher gehen als dass die mich nachher vom Boden aufsammeln und wieder hochpäppeln müssen…

Mit den Jahren sind meine Blutdruckwerte nach und nach immer weiter gestiegen. Höher und höher. Und seitdem ich letztes Jahr Tabletten dafür nehme, sind die auch wieder zurück auf einen vernünftigen Wert…

Die Nadel ist tatsächlich groß. Wenn man sie das erstemal sieht, kann man tatsächlich Angst bekommen. Aber die tut auch nicht mehr weh als eine kleine. Wenn der „Stecher“ sich nicht blöd anstellt, piekt es nur kurz. Impfen fand ich da deutlich unangenehmer.Ich habe allerdings auch das Glück, dass meine Venen sich gut anstechen lassen. Nur zugucken mag ich nicht unbedingt. Bei anderen, okay. Macht mir nix. Wenn die Nadel im Arm steckt, auch kein Ding. Nur beim Reinstechen gucke ich lieber woanders hin.

Bei einer solchen Blutspende habe ich mich auch als Knochenmarkspender typisieren lassen. Nicht bei der DKMS, sondern einer anderen Organisation, die hier mit dem DRK zusammenarbeitet. Da aber im Bedarfsfall alle diese Karteien in einem Rutsch abgefragt werden, ist das egal. Im Gegenteil, sich bei mehreren Organisationen typisieren zu lassen kostet diese nur unnötig Geld!

Ich trage auch einen Organspendeausweis bei mir. Eben aus dem Grund: wenn ich eh tot bin (bzw. unwiderruflich knapp davor) dann nützen mir meine Organe auch nichts mehr. Sprich: Ich verliere nichts daran. Aber jemand anderem können sie ein Weiterleben möglich machen. Man könnte sagen, ich „lebe“ in den Empfängern weiter…

Gerade vor diesem Hintergrund verstehe ich auch meine Mutter nicht, die sich sonst doch so christlich-nächstenliebend gibt. Ihre Reaktion, als wir mal auf dieses Thema kamen, war eher entsetzt. Der Körper sei doch von Gott gegeben, dann solle man doch auch vollständig vor seinen Schöpfer treten. (Meine Gegenfrage, was denn mit Unfall- und Kriegsopfern wäre, oder wenn krankheitsbedingt ein Organ entfernt werden müsste, wurde einfach überhört) Und wie man den Ärzten denn da überhaupt vertrauen könnte. „Und die Organhandelsmafia…“ – ich habs an dieser Stelle aufgegeben…
Sie hat mir dann noch ein Traktat aufgedrängt, woraus sie wohl ihre Argumente hatte. Viel Blabla. Viel Gerüchte. Angebliche Skandale. Verschwörungstheorien. Aber praktisch keine belegbaren Fakten. Am meisten Raum hat darin das „Argument“ eingenommen, wie furchtbar eklig und blutig die Organentnahme doch ist. (Ach ja. Und eine lebensrettende Operation ist das nicht?). Keine Ahnung, wer so einen Unfug produziert und zu welchem Zweck.

Okay – wenn sie das so für sich sieht, dann muss ich das akzeptieren. Auch wenn ich es nicht wirklich verstehen kann. Warum soll ich andere Menschen leiden oder gar sterben lassen, wenn ich meinen Körper doch eh nicht mitnehmen kann? Wohin auch immer die Reise dann gehen mag…

Auf der Karte „im Notfall anrufen“ in meinem Geldbeutel steht eh die Nummer von meinem Bruder. Und der ist da meiner Meinung. Und allein um meinen Willen ginge es ja bei der Frage.

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Die kleinen Tücken…

13. 06. 2012

Neulich  war ich bei einem Freund, der mich um Hilfe bei seinem Computer gebeten hatte.

Normalerweise mache ich sowas eher ungern – meine Erfahrungen sind da ein wenig durchwachsen…

Diesen Freund kenne ich schon seit über dreißig Jahren. Ich weiß, dass er meine Hilfe zu schätzen weiß, und dass ich mich andersherum ebenso auf ihn verlassen kann.

Nunja, irgendwas ist in seinem Windows böse schiefgegangen. Da ist eine größere Aktion nötig…

Ich stelle das BIOS um, so dass der PC von CD booten kann. Auf gehts. Die vertraute Meldung „Bitte drücken Sie eine Taste, um Von der CD zu booten“ wird mit einem beherzten Druck auf Enter quittiert, und es bootet… das blöde, verbuggte Windows! o.O

Neuer Versuch – vielleicht habe ich ja zu spät gedrückt? – Selbes Ergebnis.

Nochmal – und wieder…

Im nächsten Versuch hämmere ich schon wild auf mehrere verschiedene Tasten – trotzdem…

Was zum Donnerwetter läuft hier schief?!

Okay – durchatmen, nachschauen. Im BIOS und unter Windows hat die Tastatur ja schließlich funktioniert.

Aha, die Tastatur ist per USB angeschlossen. Nicht, dass das das Problem ist?

BIOS-Einstellungen durchgehen – taucht da irgendwo etwas mit „Legacy USB“ oder „USB Keyboard“ auf? – Nein, Fehlanzeige. Aber trotzdem, die Vermutung liegt nahe, dass die USB-Tastatur im entscheidenden Moment nicht erkannt wird.

Ich überlege. Zuhause hätte ich noch eine alte Tastatur mit PS/2-Stecker rumliegen. Aber dafür wäre ich erstmal eine gute halbe Stunde unterwegs. Wenn ich das gute Stück sofort finde…

„Habt ihr vielleicht noch eine andere Tastatur?“ frage ich, und erkläre knapp das vermutete Problem. „Nein.“ – „Es reicht wahrscheinlich schon, wenn im richtigen Moment ein einziger Tastendruck erkannt wird. Mehr muss gar nicht sein.“ „Hmm… Warte mal kurz…“

Als er wiederkommt, hat er tatsächlich eine Tastatur in der Hand. Passend, mit PS/2-Stecker. Aber… Die sieht wirklich arg lädiert aus. Und ein paar Tasten sind auch schon verlorengegangen.

„Die gehört meinem Kleinen. Er wollte unbedingt was zum Tippen haben, so wie Mama und Papa das auch machen.“ Junior hat sein Spielzeug offensichtlich ausgiebig genutzt 😀

„Versuchen wir mal unser Glück!“

Es hat geklappt. Nach dem Tastendruck wurden fleißig Treiber geladen, und ab da funktionierte auch die USB-Tastatur wieder.

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Wurst-Nudeltopf a la Wolfy

09. 06. 2012

Wolfy hat neulich ein Rezept gebloggt, und ich habe mich inspirieren lassen.

So wie in meiner Vorlage werde ich aber keine Mengenangaben machen. Mit etwas Gefühl und Phantasie klappt das auch so. 😀

Also habe ich eingekauft. Fleischwurst, Eier, Tomatenmark, Cocktailtomaten.

Nudeln, Zwiebeln, Butter und kleingewürfelten Speck hatte ich noch da. Gewürze sowieso.

Der Küche zuliebe versuche ich, mir vorher zumindest einen groben Plan zurechtzulegen. Schiefgehen kann auch so noch mehr als genug. Außerdem kann ich nicht mal eben nach nebenan in einen Supermarkt springen, wenn noch was fehlt. Nebenan gibts erstmal reichlich grüne Wiese; ohne Auto geht hier nicht viel…

Der Plan sah so aus:

Alles, was ich zum Kochen brauche, bereitstellen: Ein großer Topf (für die Nudeln), ein nicht ganz so großer Topf (Soße), eine nicht zu kleine Pfanne zum Anbraten, ein Sieb, Schneidebrett, Messer, Löffel, Holzlöffel, Pfannenwender.

Zwiebel unter der Dunstabzugshaube schälen und kleinschneiden. Das ist angenehmer, als dabei eine Taucherbrille zu tragen 😉 Die Tomaten je nach Größe halbieren oder vierteln und die Wurst in Stückchen schneiden.

Den großen Topf halbvoll mit Wasser machen und auf den Herd. Die Pfanne heiß werden lassen und eine gute Protion Butter darin schmelzen. Außerdem das Tomatenmark mit etwas Wasser in den anderen Topf geben und heiß werden lassen.

Wenn das Wasser kocht, die Nudeln rein, und den Holzlöffel zwischen Topf und Deckel. Das ist ein Tipp aus irgendeiner der unzähligen Kochshows; so kocht der Schaum vom Nudelwasser nicht ganz so schnell über den Rand vom Kochtopf. Die dadurch gewonnenen Sekunden reichen meistens, um den Deckel hochzuheben oder den Topf schnell von der Platte zu schieben, bevor es die Sauerei gibt…

(Ja, die Nudeln ohne Deckel kochen geht auch. Aber dann verdampft mir das Wasser immer so schnell…)

Während die Nudeln kochen, die Tomaten, Zwiebeln, Wurst- und Speckwürfel in der Pfanne rundrum anbrutscheln lassen. Wenn genug angebrutschelt, in den Topf mit dem Tomatenmark geben. Nach Geschmack Pfeffer und andere Gewürze dazugeben (Salz ist in Wurst und Speck eigentlich schon genug drin), und eine nicht zu knappe Portion Zucker gehört auch noch rein. Köcheln lassen, bis genug Wasser aus der Soße rausgedampft ist. Nochmal probieren und nachwürzen.

Wenn die Nudeln gut sind, durch das Sieb abgießen.

Soße drauf.

Guten Appetit! 🙂

Soweit die langweilige Theorie. Nun zur Praxis: 😀

Wurst kleinschneiden. Check.

Tomaten. Check.

Zwiebeln. Check. Gesegnet sein die Abzugshaube!

Finger sind noch alle heil? Ja. Gut.

Nudelwasser anstellen. Check.

Und jetzt Butter bei die Fische, bzw. in die Pfanne. Butter. Che..äääh….

Mist. Butter ist alle. Okay – Alternativen suchen:

Margarine: nicht so gut wie Butter, aber wäre noch okay. – Nee, geht doch nicht. Ist fast leer, und bisschen was will ich mir morgen früh ja auch noch aufs Brot schmieren.

Olivenöl: Bäh, geht gar nicht, hat viel zu viel Eigengeschmack. Keine Ahnung, was die Leute daran finden. Manche Sachen dürfen ja nach Olive schmecken, aber doch bitte nicht alles. Bratkartoffeln und Spiegelei schonmal garnicht. Sooo superdupermussmanunbedingtübergesund ist Olivenöl im Vergleich zu anderen Ölen nun auch wieder nicht.

Ah ja, da steht Sonnenblumenkernöl: Passt. Check. Weiter im Text.

Speck und Zwiebeln anbraten. Dann die Wurst dazu. Ob das mal nicht etwas zuviel Wurst ist? Wird schon passen…

Tomatenmark in den Topf. Wasser dazu. Etwa ein Drittel der Packung sollte hinhauen. Partytomaten rein. Platte einschalten. Und nicht aus den Augen lassen. Lieber zu oft als zuwenig umrühren – wenn große Blasen hochsteigen, dann spritzt es…

Pfanne immer wieder umrühren. Soll ja nicht einseitig schwarz werden, sondern rundrum leicht anbraten.

Nudeln ins heiße Wasser. Holzlöffel unter den Deckel legen.

Durchatmen, Bild machen 😀

Inhalt der Pfanne in den Soßentopf schaufeln und weiterrühren. Und die Nudeln nicht überkochen lassen. Zwischendurch wenn möglich ein paar Handgriffe aufräumen. Oder so. Oder auch nicht. Jedenfalls die Töpfe nicht aus den Augen lassen…

Gut, die Nudeln brauchen noch ein, zwei Minuten. Gewürze in die Soße. Abschmecken. Da war doch noch was mit Zucker, also ab damit in die Soße. Weiterrühren, die Nudeln im Auge behalten. Die Soße ist noch etwas dünn, aber das sollte… Moment!

Da stehen doch noch die Eier, was war denn damit? Im Plan… nein, im Plan hatte ich keine Eier drin. Aber ich habe sie auf der Einkaufsliste. Also müssen die doch irgendwie…

Wolfys Post noch mal durchgehen. Wo standen denn da…? Hach, Strg-F ist was feines. Da, kurz vor dem Ende. Gut, dann habe ich ja noch nichts verpasst. Schüssel aus dem Schrank, Eier da rein aufschlagen. Hmpf! War ja klar, ein paar Ecken von der Schale sind auch in der Schüssel gelandet. Rausfischen. Eier verrühren und dann ab damit in die Soße. Zwischendurch Weiterrühren nicht vergessen!

Eier Stocken lassen, rühren. Nudeln abgießen, Herd ausschalten. Soße noch etwas weiterrühren.

FERTIG!

Guten Appetit!

Lecker. Und macht pappsatt.

Wenn sich die Küche jetzt noch von allein aufräumen würde….

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Manchmal

05. 06. 2012

Manchmal bricht einfach der Nerd in mir durch…

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