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Wurst-Nudeltopf a la Wolfy

09. 06. 2012

Wolfy hat neulich ein Rezept gebloggt, und ich habe mich inspirieren lassen.

So wie in meiner Vorlage werde ich aber keine Mengenangaben machen. Mit etwas Gefühl und Phantasie klappt das auch so. 😀

Also habe ich eingekauft. Fleischwurst, Eier, Tomatenmark, Cocktailtomaten.

Nudeln, Zwiebeln, Butter und kleingewürfelten Speck hatte ich noch da. Gewürze sowieso.

Der Küche zuliebe versuche ich, mir vorher zumindest einen groben Plan zurechtzulegen. Schiefgehen kann auch so noch mehr als genug. Außerdem kann ich nicht mal eben nach nebenan in einen Supermarkt springen, wenn noch was fehlt. Nebenan gibts erstmal reichlich grüne Wiese; ohne Auto geht hier nicht viel…

Der Plan sah so aus:

Alles, was ich zum Kochen brauche, bereitstellen: Ein großer Topf (für die Nudeln), ein nicht ganz so großer Topf (Soße), eine nicht zu kleine Pfanne zum Anbraten, ein Sieb, Schneidebrett, Messer, Löffel, Holzlöffel, Pfannenwender.

Zwiebel unter der Dunstabzugshaube schälen und kleinschneiden. Das ist angenehmer, als dabei eine Taucherbrille zu tragen 😉 Die Tomaten je nach Größe halbieren oder vierteln und die Wurst in Stückchen schneiden.

Den großen Topf halbvoll mit Wasser machen und auf den Herd. Die Pfanne heiß werden lassen und eine gute Protion Butter darin schmelzen. Außerdem das Tomatenmark mit etwas Wasser in den anderen Topf geben und heiß werden lassen.

Wenn das Wasser kocht, die Nudeln rein, und den Holzlöffel zwischen Topf und Deckel. Das ist ein Tipp aus irgendeiner der unzähligen Kochshows; so kocht der Schaum vom Nudelwasser nicht ganz so schnell über den Rand vom Kochtopf. Die dadurch gewonnenen Sekunden reichen meistens, um den Deckel hochzuheben oder den Topf schnell von der Platte zu schieben, bevor es die Sauerei gibt…

(Ja, die Nudeln ohne Deckel kochen geht auch. Aber dann verdampft mir das Wasser immer so schnell…)

Während die Nudeln kochen, die Tomaten, Zwiebeln, Wurst- und Speckwürfel in der Pfanne rundrum anbrutscheln lassen. Wenn genug angebrutschelt, in den Topf mit dem Tomatenmark geben. Nach Geschmack Pfeffer und andere Gewürze dazugeben (Salz ist in Wurst und Speck eigentlich schon genug drin), und eine nicht zu knappe Portion Zucker gehört auch noch rein. Köcheln lassen, bis genug Wasser aus der Soße rausgedampft ist. Nochmal probieren und nachwürzen.

Wenn die Nudeln gut sind, durch das Sieb abgießen.

Soße drauf.

Guten Appetit! 🙂

Soweit die langweilige Theorie. Nun zur Praxis: 😀

Wurst kleinschneiden. Check.

Tomaten. Check.

Zwiebeln. Check. Gesegnet sein die Abzugshaube!

Finger sind noch alle heil? Ja. Gut.

Nudelwasser anstellen. Check.

Und jetzt Butter bei die Fische, bzw. in die Pfanne. Butter. Che..äääh….

Mist. Butter ist alle. Okay – Alternativen suchen:

Margarine: nicht so gut wie Butter, aber wäre noch okay. – Nee, geht doch nicht. Ist fast leer, und bisschen was will ich mir morgen früh ja auch noch aufs Brot schmieren.

Olivenöl: Bäh, geht gar nicht, hat viel zu viel Eigengeschmack. Keine Ahnung, was die Leute daran finden. Manche Sachen dürfen ja nach Olive schmecken, aber doch bitte nicht alles. Bratkartoffeln und Spiegelei schonmal garnicht. Sooo superdupermussmanunbedingtübergesund ist Olivenöl im Vergleich zu anderen Ölen nun auch wieder nicht.

Ah ja, da steht Sonnenblumenkernöl: Passt. Check. Weiter im Text.

Speck und Zwiebeln anbraten. Dann die Wurst dazu. Ob das mal nicht etwas zuviel Wurst ist? Wird schon passen…

Tomatenmark in den Topf. Wasser dazu. Etwa ein Drittel der Packung sollte hinhauen. Partytomaten rein. Platte einschalten. Und nicht aus den Augen lassen. Lieber zu oft als zuwenig umrühren – wenn große Blasen hochsteigen, dann spritzt es…

Pfanne immer wieder umrühren. Soll ja nicht einseitig schwarz werden, sondern rundrum leicht anbraten.

Nudeln ins heiße Wasser. Holzlöffel unter den Deckel legen.

Durchatmen, Bild machen 😀

Inhalt der Pfanne in den Soßentopf schaufeln und weiterrühren. Und die Nudeln nicht überkochen lassen. Zwischendurch wenn möglich ein paar Handgriffe aufräumen. Oder so. Oder auch nicht. Jedenfalls die Töpfe nicht aus den Augen lassen…

Gut, die Nudeln brauchen noch ein, zwei Minuten. Gewürze in die Soße. Abschmecken. Da war doch noch was mit Zucker, also ab damit in die Soße. Weiterrühren, die Nudeln im Auge behalten. Die Soße ist noch etwas dünn, aber das sollte… Moment!

Da stehen doch noch die Eier, was war denn damit? Im Plan… nein, im Plan hatte ich keine Eier drin. Aber ich habe sie auf der Einkaufsliste. Also müssen die doch irgendwie…

Wolfys Post noch mal durchgehen. Wo standen denn da…? Hach, Strg-F ist was feines. Da, kurz vor dem Ende. Gut, dann habe ich ja noch nichts verpasst. Schüssel aus dem Schrank, Eier da rein aufschlagen. Hmpf! War ja klar, ein paar Ecken von der Schale sind auch in der Schüssel gelandet. Rausfischen. Eier verrühren und dann ab damit in die Soße. Zwischendurch Weiterrühren nicht vergessen!

Eier Stocken lassen, rühren. Nudeln abgießen, Herd ausschalten. Soße noch etwas weiterrühren.

FERTIG!

Guten Appetit!

Lecker. Und macht pappsatt.

Wenn sich die Küche jetzt noch von allein aufräumen würde….

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One comment

  1. Wie du machst einen PLAN? Damit verstößt du gegen das Rezeptkonzept 😀
    Aber schön das es dir geschmeckt hat *g*



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