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Bei swedissen Møbelhåusern

19. 09. 2012

Kurze Erklärung vorneweg: Vor etwa einem halben Jahr habe ich mir in der Stadt, in der ich arbeite, eine Einzimmerwohnung genommen, weil mich das tägliche Pendeln zuviel Zeit, Nerven und Energie gekostet hat. Die meiste Einrichtung war entweder schon drin (Mini-Küche, Wandschrank), oder ich habe sie von daheim mitgebracht (Tisch, Schreibtisch, Stühle). Was fehlte, war ein passendes Bett.  Zum Schlafen sollte mir fürs Erste eine Matratze auf dem Boden reichen, bis ich Zeit für einen Besuch beim nicht allzu fernen IKEA fände.

Eine glückliche Eingebung ließ mich den verfügbaren Platz in meinem Auto ausmessen, bevor ich mich dorthin begab. Denn ein Bett, das mir gefiel und in die Bude passte (von Aussehen und Platzbedarf) war zwar recht schnell gefunden. Und eine Menge anderes Zeug war zwischendurch auch in meine Einkaufstasche gelangt. Ein kurzes Messen im Abhollager bestätigte aber meine Befürchtung. Diesen Karton würde ich nicht in meinem Auto verstauen können. Naja – besser, ich stelle schon am Lagerregal fest, als dass ich den Karton durch die Kasse schiebe und mich dann auf dem Parkplatz in die Gesellschaft der ratlos schauenden Gesichter einreihe, die sich mit der Kapazität ihres Beförderungsmittels mehr oder weniger knapp – manche auch ganz und gar nicht knapp – verschätzt haben.

(Im Nachhinein: wahrscheinlich hätte ich es geschafft, den Bett-Bausatz in meinem Auto unterzubringen, wenn ich den Karton auf dem Parkplatz ausgepackt und dann die einzelnen Teile irgendwie verstaut hätte. Aber um das auf gut Glück zu versuchen war es mir dann doch zu unsicher. Und mit halboffener Kofferraumklappe Autobahn fahren ist doof!)

Also Plan B: Bei der nächsten passenden Gelegenheit mit meinem Bruder für ein paar Tage das Auto tauschen – er fährt einen Kombi, der sollte Platz genug haben.

Hätte ich gewusst, dass es noch so lange bis zur nächsten passenden Gelegenheit dauert, und dass der Karton auch in seinen Kombi nur haarscharf reinpasst, wäre ich vermutlich zu Plan C übergegangen: Samstags den Anhänger vom Nachbarn leihen, gemütlich (schließlich darf man ja mit Hänger nur 80 fahren) zum IKEA und dann zur Bude gondeln, abladen und dann den Hänger wieder zurückbringen. Nachteil von Plan C war allerdings, dass das eine 250km-Extratour wäre – muss nicht sein, wenn es sich vermeiden lässt.

Jetzt am Montag war es dann soweit. Bruder hat Urlaub und kann nebenbei auch mein Auto gerade gut gebrauchen, denn das hat eine Anhängekupplung und einen passenden Fahrradträger.

Also bin ich mit seinem Auto zur Arbeit gefahren. Von da aus kurz vor Feierabend nochmal online gecheckt: ja, noch 4x verfügbar – das sollte doch reichen, dass ich gleich eins davon ergattern kann. Eine Dreiviertelstunde später stand ich vor einem leeren Regalfach und wusste es besser… 😦

Aber man ist ja flexibel. Und etwa 30 km und einen kleinen Stau weiter gibt es noch einen IKEA. Und weil ich den Kleinkram-Stöber-Anfall schon hinter mich gebracht hatte, war ich dort auch ganz schnell durch und im SB-Lager am richtigen Regal angekommen. Als ich den Karton von der Palette auf den Transportwagen wuchtete, wusste ich dann auch, warum in der Aufbauanleitung zwei Personen zum Aufbau angegeben waren.

Bezahlen an der SB-Express-Kasse ist übrigens eine feine Sache. Einfach schnell mit dem Handscanner alle Barcodes eingescannt und per EC-Karte bezahlt. Geht fix und (zumindest bei mir) jedesmal ohne Probleme.
Und man muss vor allem nicht ewig in der Schlange warten, weil mal wieder so ein Dummbratz weiter vorne die Barcodes so mit anderen Kartons zugebaut hat, dass die Kassiererin nicht zum Scannen drankommt oder sein Kleingeld über den Boden verteilt oder seine ec-Karten-PIN verpeilt hat.

Jetzt die Herausforderung: Ein sperriges, fast 50 Kilo schweres Paket alleine vom Transportwagen in den Kofferraum packen. Es geht. Nicht gut, aber es ist machbar. Der Karton hätte allerdings keine zwei Zentimeter breiter sein dürfen. Und viel länger auch nicht. Irgendwie hatte ich den Innenraum vom Kombi ja doch ein wenig größer eingeschätzt…
(Okay – ich hätte den Karton dann auspacken und die Einzelteile dann so ins Auto… – aber das hätte doch peinlich ausgesehen. Als ob ich nicht wüsste, was ich in mein Auto laden kann. Nee, das geht doch nicht…)

Egal, Hauptsache es passt. Uch wenn ich ab jetzt auch keinen Platz mehr für einen Mitfahrer gehabt hätte, weil ich den Beifahrersitz ganz nach vorne stellen musste. Also nur halb so schlimm, dass ich alleine war.

Auf dem Weg zu meiner Bude habe ich mich dann spontan entschlossen, den eigentlichen Aufbau doch noch etwas zu verschieben und erstmal die Einzelteile im Abstellraum eine Woche ausdünsten zu lassen. Mannomann, was da allein auf ein paar Kilometern schon an Lösungsmitteldüften durchs Auto zog. Bääh, aber sowas von! Trotz Lüftung auf voller Stufe.

Dort angekommen war ich wieder einmal froh, dass ich mir vor einiger Zeit mal eine zusammenklappbare Sackkarre gekauft habe. Damals eher, weils die günstig beim Discounter gab und mir praktisch schien, ohne genau zu wissen wo ich sie wirklich brauchen würde. Männlicher Werkzeug-Spontankauf sozusagen. Für Außenstehende nicht immer logisch oder verständlich, aber hinterher ist man(n) dann froh, so vorausschauend gekauft zu haben. 😀

Den Karton mit Hilfe der Sackkarre in den Abstellraum zu rangieren war dann auch deutlich einfacher, als selbigen davor erstmal wieder aus dem Auto zu ziehen. Und jetzt darf erstmal der Lösungsmittelduft aus dem Pressspanzeug ziehen.

Bin gespannt, wie das Zusammenbauen dann klappt. Der Anleitung nach sollte das eigentlich kein großes Problem werden. Falls doch, werde ich berichten. Vielleicht… 😉

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