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Spaß in der Ubahn

16. 10. 2012

Es gibt ja schon einige Volldeppen auf dieser Welt. Heute abend waren sie wohl alle in der Ubahn unterwegs.

Eigentlich dachte ich noch „wunderbar, du kommst genau pünktlich zur Haltestelle“, denn nur wenige Sekunden nach mir kam die Bahn an.

Wieso haben eigentlich manche Leute das Aus-und-Einsteige-Prinzip noch immer nicht verstanden? Erst alle rauslassen, die rauswollen, dann ist Platz zum Einsteigen und man rennt sich nicht gegenseitig um. So gehts schließlich für alle am schnellsten.

Dann ist es noch ein Vorteil, wenn man sich nicht direkt vor den Stempelautomaten für die Viererkarten breitmacht. Da möchten nämlich vielleicht auch noch andere Fahrgäste dran. Ich zum Beispiel.

Okay – Karte hat den Stempel. Ganz vorne ist sogar noch ein Sitzplatz frei. Wie sich im nächsten Moment zeigt, vermutlich daher, weil das für den Boden direkt davor nicht so ganz gilt. Da liegen Pommesschalen, verschmiert mit den Resten von Ketchup und Mayo, und das ganze schon schön über den Boden verteilt.  Na lecker…

Am Hauptbahnhof dann umsteigen. Aufgestanden, im Gang in die Schlange gestellt. Einmal Schienbein anstoßen später war klargestellt, dass die Frau vor mir einen Hackenporsche im Schlepp hatte. Mit dem sie dann im nächsten Moment nicht so recht um die Ecke aus dem Gang zur Tür rumkam, weil das Rad an einer Haltestange hängengeblieben war.. Was macht man, wenn der Hackenporsche zickt? Trulla machts so: Nach hinten ordentlich Schwung holen und dann kräftig nach vorne reißen – das Material muss das abkönnen! Hatte ich schon erwähnt, dass ich dort in dichtgedrängter Reihe darauf wartete, auszusteigen?
Aua…

Also umsteigen – neue Bahn, neues Glück. Oder so ähnlich. Dass hier die Sitzplätze schon sämtlich belegt waren, egal – ist ja nur für drei Stationen. Dass in der Waggonmitte ein Radfahrer sein Fortbewegungsmittel mit bemerkenswertem Ungeschick genau vor dem Fahrkartenautomaten platziert hat, stört mich nicht gerade. Andere Mitfahrer sahen das weniger locker – die mussten sich ihr Ticket nämlich noch aus ebendiesem Automaten kaufen…

Was mich aber stört, ist das Rasierwasser des Gecks direkt schräg vor mir. Geruchsrichtung fruchtig-penetrant-brechreizend. Würg. Letztendlich bin ich eine Station früher ausgestiegen und habe dafür meinen Mageninhalt mit heimgenommen. Außerdem ist Bewegung ja gesund und so.

Ach so – es waren nicht alle Vollpfosten mit der Bahn unterwegs. Einer fuhr das Auto, das dann noch mit viel Schwung haarscharf um mich rum rechts abgebogen ist.

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One comment

  1. „Hackenporsche“ *rofl*
    Naja… Im Bus geht es meist auch nicht besser zu, das kann ich dir sagen. Auch in der unserer Straßenbahn nicht.



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