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Augenmaß

07. 02. 2014

Wenn man Auto fährt, sollte man die Dimensionen seines Gefährts einschätzen können. Nicht nur während des Fahrens, sondern auch, wenn man parkt. Außerdem sollte man beim Parken bedenken, dass eben nicht nur ein anderer Kleinwagen ankommen könnte, der da noch vorbeifahren möchte, sondern auch mal ein etwas größeres und weniger wendiges Gefährt. Das kann im „besseren“ Fall die Müllabfuhr oder der Milchlaster sein, im schlechteren werden Feuerwehr oder Rettungsdienst blockiert…

Aber auch auf dem Supermarktparkplatz kann man immer wieder besondere Künstler erleben. So auch gestern. Um das ganze einfacher zu erklären, erstmal eine Skizze:

Skizze Supermarktparkplatz

Oben links der Supermarkt, ganz unten die Zufahrt von der Straße. Ich hatte im oberen Teil geparkt. Während ich einkaufen war, hat offenbar jemand die Anordnung der Parkplätze an der (unteren) rechten Seite in seinem Sinne extrapoliert und sein rotes Gefährt bequem nah zum Eingang abgestellt. (Nicht dass ein paar Meter weiter noch einige Plätze frei gewesen wären – und der obere Teil war fast leer…)

Als ich also nach dem Einkaufen zu meinem Auto zurückkam, fiel mir der blaue Mercedes auf. „Du stehst da aber ein bisschen doof, um auf deine Frau zu warten“ dachte ich mir. Doch während ich meinen Einkauf verstaute und aus meiner Parklücke fuhr, hupte er. Mehrmals. Offenbar wartete er doch nicht auf seine Frau, sondern sein Unmut galt dem roten Wagen, von dem er sich anscheinend blockiert fühlte. Als ich an der grünen Position war, blickte er mich an und man sah ihm deutlich an, dass er zu einer Schimpftirade gegenüber diesem rücksichtslosen Faulpelz ansetzte, der ihm da die Ausfahrt verwehrte.

Ich guckte auf die Lücke zwischen seinem Benz und dem roten Vehikel des Parksünders, schaute ihm nochmal kurz ins Gesicht, zuckte mit dem Schultern, und fuhr unbeeindruckt durch die Lücke hindurch und weiter bis auf die Straße. Obwohl… Unbeeindruckt stimmt nicht so ganz. Über sein blödes Gesicht, als ich einfach so mirnichts-dirnichts durch diese „viel zu enge“ Lücke gefahren bin, kann ich mich jetzt noch herrlich amüsieren. 😀

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3 Kommentare

  1. Oh ja, auf Parkplätzen kann man viel erleben. Und auch wenn man sich ärgert, kann man sich oft durchmogeln. Über den Roten hätte ich mich wohl auch geärgert, aber solange man dran vorbeikommt, ist ja gut.

    Wenn man den Eindruck hat, die Feuerwehr käme nicht mehr durch, kann man ja immer noch Stunk machen. Und im Zweifelsfall schiebt die Feuerwehr dem seinen Karren einfach mit der Stoßstange beiseite


  2. ja aber der *darf* da doch nicht *huup!* parken !einself
    das kann man doch nicht *trööt!* einfach ignorieren und dran vorbeifahren, da muss doch *lichthup!“ die Frau zur Information geschickt werden, um sich zu *nochmallängerhuuuuup* beschweren…


  3. Da fragt man sich schon was mancher beim Autofahren so denkt. Ich glaub wenn du wegen Blockade der Zufahrt von der Feuerwehr weggeschoben wirst haftet nichtmal die Versicherung 🙂



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