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Mist

21. 12. 2014

Eben beim Spazierengehen bin ich an einem großen Misthaufen vorbeigekommen. Eine Windbö blies den Geruch genau in meine Richtung. „Buah, was stinkt das!“
Ein paar Meter weiter nochmal eine Bö, fast schon am Misthaufen vorbei. Und plötzlich war es nicht mehr der konzentrierte Gestank von Kuhscheiße, sondern ein Hauch von Stallgeruch. Und mit diesem Geruch kam die Erinnerung, wie ich früher für meine Mutter beim Bauern ein paar Häuser die Straße runter Milch holen war. Das heimelige Gefühl im Stall, zwischen den Kühen, die in der Reihe standen und stoisch kauten, während der Bauer einer nach der anderen das Melkgeschirr anhängte. Ein Gefühl von Geborgenheit, ein Blick in die Kälberbox neben dem Durchgang zur Milchkammer, ein beruhigendes Brummen von der Seite.
Und dann, ein nächster Windstoß. Kalt. Ungemütlich. Und nur allzu real…
Mist!

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One comment

  1. Das weckt jetzt allerdings auch Erinnerungen, sehr alte Erinnerungen, knapp 50 Jahre alte Erinnerungen.

    Der gleiche Bauer, von dem zwei unserer Katzen stammten. Bauernkätzchen, sie brauchten fast ein Jahr, bis man sie streicheln konnte.



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