Archive for the ‘alltäglicher Wahnsinn’ Category

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Wie man sich bei der IT so richtig unbeliebt macht.

10. 11. 2016

Lass dir von jemandem erzählen, dass man seine Mails mit verschiedenen Ordnern und Regeln viel  einfacher bearbeiten kann. Du verstehst das Konzept dahinter zwar nicht, aber „Arbeit vereinfachen“ klingt ja schon sensationell.

Teile deiner IT mit, dass du jetzt auch Ordner und Regeln nutzen willst, um deine Arbeit zu vereinfachen. (Warum hat dir das eigentlich vorher noch niemand erklärt?)

Erstelle mit Hilfe der freundlichen IT zwei neue Ordner und zwei Regeln, die Mails bestimmter Absender dorthin verschieben.

Weil das so schön funktioniert, bitte die IT, Mails mit einem bestimmten Stichwort im Betreff automatisch in einen weiteren Ordner sortieren zu lassen.
Die IT erstellt Ordner und Regel. Die IT gibt zu bedenken, dass es irgendwann unübersichtlich wird, wenn statt eines Posteingangs viele Unterordner bearbeitet werden.

Trage der IT auf, eine neue Regel zu erstellen, die Mails mit einem weiteren Stichwort automatisch an den Kollegen weiterleitet, der diesen Bereich jetzt übernommen hat.
Die IT erstellt die Regel. Dabei wird die Regel um eine zweite Bedingung ergänzt, damit sie nur auf externe Mails angewendet wird. Die IT erklärt geduldig, dass ohne diese Zusatzbedingung auch Rückfragen von Kollegen automatisch weitergeleitet würden.

Ignoriere diese Erklärung. Du kennst dich ja jetzt aus.

Erstelle selbständig neue Ordner und neue Regeln, die deine Mails sortieren.

Erstelle selbständig eine neue Regel, die anhand von Stichwörtern im Betreff umleitet und sei hocherfreut, dass du fortan nicht mehr damit belästigt wirst.

Wie von IT vorhergesagt, werden die Rückfragen der Kollegen ebenfalls automatisch weitergeleitet. Die Kollegen sind darüber weniger erfreut.

Finde einfach alle doof, vor allem die IT. Sowas muss doch automatisch richtig eingestellt sein!!
Die IT verdreht kurz die Augen und richtet die Regeln so ein, dass sie wie von der Abteilung gewünscht funktionieren.

Erstelle weitere neue Ordner und neue Regeln, die deine Mails sortieren.

Ignoriere die Mail, in der Geschäftsführung und IT den Abwesenheitsassistent erklären. Du bist ja jetzt Regelexperte, du brauchst solche Erlärungen nicht! Und warum soll überhaupt so eine Abwesenheitsnachricht geschickt werden?

Baue eine Regel, die jede ankommende Mail mit „Wir freuen uns, dass Ihre Nachricht bei uns eingegangen ist. Ich bin für ein paar Tage im Urlaub. 🙂 Danach kümmere ich mich um Ihr Anliegen.“

Trete vergnügt deinen hochverdienten Urlaub an.
Währenddessen kümmert sich die IT um den verzweifelten Anruf der Sekretärin eines anderen Betriebs, wo eine Kollegin mittels einer ähnlich konfigurierten Regel bekanntgibt, dass sie nun im Mutterschutz ist und von Kollege Y vertreten wird. Wie sich herausstellt, antwortet „Wir freuen uns…“ auf jedes „Ich bin im Mutterschutz“, und „Ich bin im Mutterschutz“ auf jedes „Wir freuen uns…“, und die Mailserver spielen ein fröhliches Pingpong…

Reagiere äußerst verärgert auf den leicht genervten Hinweis der IT, dass es für solche Nachrichten einen Abwesenheitsassistenten gibt, der pro Absender nur einmal reagiert anstatt auf jede einzelne Mail, und dass das in der Info-Mail auch lang und breit erklärt wurde. Lasse außerdem deinen Frust über den Anpfiff deines Teamleiters, dass dieser Text nicht der von der Geschäftsleitung vorgegebene war und auch kein gutes Bild auf deinen Arbeitgeber wirft, an der IT aus. Schließlich kannst du ja nun wirklich nichts dafür, dass die Server so konfiguriert sind, dass sie sich in so kurzer Zeit so viele Mails zuschicken. Jetzt ist die ganze Urlaubserholung futsch!!!

Beklage dich, dass du so viele Ordner im Blick behalten musst. Davor hätte die IT dich doch warnen müssen!!

Vergiss die eingerichteten Regeln.

Verschiebe diese vielen unübersichtlichen Ordner in den Papierkorb.

Vergiss, dass es diese Ordner gab.

Vergiss überhaupt eine ganze Menge. Auch den Inhalt einer Info-Mail, in der die IT ausführlich erklärt, dass sich gerade eine neue Art von Viren über angehängte Word-Dateien verbreitet, die sich so schnell wandelt, dass sie manchmal auch mit den aktuellen Signaturen der Virenscanner noch nicht erkannt werden und wie man dem vorbeugen kann. Viren fangen sich eh nur Doofe.

Mache dich lautstark über die neue Kollegin lustig, die noch nicht alle Abläufe im Haus kennt und sich deshalb von einer angeblichen Rechnung überrumpeln lassen hat. Wie kann man nur sooo blöd sein und sich so einen Virus eingefangen?

Öffne eine Woche später selbst einen plump aufgemachten virenverseuchten Anhang.

Schimpfe auf die IT. Warum hat der Virenscanner das nicht verhindern können? Und warum dauert es so lange, deine hochwichtigen Dateien aus der Sicherung wiederherzustellen? Du kannst so nicht arbeiten!

Schimpfe weiter auf die IT, weil sie wegen der aktuellen Virenbedrohung zusätzliche Filter einführt. Halten die die Leute denn für doof? Oder ist das womöglich ein Vorwand, dich bei deiner Arbeit zu überwachen?

Irgendwie kommen manche deiner Mails nicht an. Mails von Kunden und Geschäftspartnern. Sicher ist IT schuld. Immerhin hat sie doch neulich was an Spamfilter umgestellt! Du kannst so nicht arbeiten!!!

Eskaliere das ganze an die Geschäftsleitung. Hochwichtige Mails kommen nicht bei dir an!!! Du fühlst dich geradezu in deiner Arbeit sabotiert!!!!!

Und ganz wichtig: Wenn die IT dann feststellt, dass die „verlorenen“ Mails durch deine Regelumbau- und Ordnerlöschaktionen in einem Unterordner des Papierkorbs gelandet sind, beschwere dich, dass man dir das ja wohl hätte erklären müssen, und klage darüber, dass du ja jetzt auf einmal so viel aufzuarbeiten hast.

(Nein, das war nicht alles eine einzige Person, und an ein paar Stellen habe ich tatsächlich noch eine Prise Drama ergänzt. Aber der gesammelte Frust musste einfach mal raus.)

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Augenmaß

07. 02. 2014

Wenn man Auto fährt, sollte man die Dimensionen seines Gefährts einschätzen können. Nicht nur während des Fahrens, sondern auch, wenn man parkt. Außerdem sollte man beim Parken bedenken, dass eben nicht nur ein anderer Kleinwagen ankommen könnte, der da noch vorbeifahren möchte, sondern auch mal ein etwas größeres und weniger wendiges Gefährt. Das kann im „besseren“ Fall die Müllabfuhr oder der Milchlaster sein, im schlechteren werden Feuerwehr oder Rettungsdienst blockiert…

Aber auch auf dem Supermarktparkplatz kann man immer wieder besondere Künstler erleben. So auch gestern. Um das ganze einfacher zu erklären, erstmal eine Skizze:

Skizze Supermarktparkplatz

Oben links der Supermarkt, ganz unten die Zufahrt von der Straße. Ich hatte im oberen Teil geparkt. Während ich einkaufen war, hat offenbar jemand die Anordnung der Parkplätze an der (unteren) rechten Seite in seinem Sinne extrapoliert und sein rotes Gefährt bequem nah zum Eingang abgestellt. (Nicht dass ein paar Meter weiter noch einige Plätze frei gewesen wären – und der obere Teil war fast leer…)

Als ich also nach dem Einkaufen zu meinem Auto zurückkam, fiel mir der blaue Mercedes auf. „Du stehst da aber ein bisschen doof, um auf deine Frau zu warten“ dachte ich mir. Doch während ich meinen Einkauf verstaute und aus meiner Parklücke fuhr, hupte er. Mehrmals. Offenbar wartete er doch nicht auf seine Frau, sondern sein Unmut galt dem roten Wagen, von dem er sich anscheinend blockiert fühlte. Als ich an der grünen Position war, blickte er mich an und man sah ihm deutlich an, dass er zu einer Schimpftirade gegenüber diesem rücksichtslosen Faulpelz ansetzte, der ihm da die Ausfahrt verwehrte.

Ich guckte auf die Lücke zwischen seinem Benz und dem roten Vehikel des Parksünders, schaute ihm nochmal kurz ins Gesicht, zuckte mit dem Schultern, und fuhr unbeeindruckt durch die Lücke hindurch und weiter bis auf die Straße. Obwohl… Unbeeindruckt stimmt nicht so ganz. Über sein blödes Gesicht, als ich einfach so mirnichts-dirnichts durch diese „viel zu enge“ Lücke gefahren bin, kann ich mich jetzt noch herrlich amüsieren. 😀

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Rückblick und Ausblick

31. 12. 2013

Die Zeit um die Wende zwischen altem und neuem Jahr ist immer auch eine gute Gelegenheit, zurückzublicken auf das was war, und vorauszuschauen auf das was kommt.

Beliebt sind da ja als erstes die Statistiken und Suchbegriffe.

Nunja – mein Blog ist immer noch klein. Aber mit erfreulich großen Ausschlägen der Besucherzahlen nach oben, wenn ich was von mir hören lasse. Und obwohl ich nicht allzuviel geschrieben habe dieses Jahr, scheint es doch interessant zu sein. Und es sind einige neue Leser hier hängengeblieben. Ein paar davon könnte ich vielleicht als „Der Dreizehn abonniert mich, dann abonnier ich ihn auch“-Höflichkeitsabo deuten. Möchte ich aber nicht. Ich glaube lieber daran, dass alle meine Follower das, was ich hier von mir gebe, wirklich lesen wollen.

Danke dafür 🙂
Der gute Vorsatz fürs nächste Jahr steht 😉

Die meisten, die über Suchmaschinen bei mir gelandet sind, haben nach Organspende, bzw. Infos zum Organspendeausweis gesucht. Ich hoffe, ich habe weiterhelfen können.

Obwohl… So ganz richtig ist das nicht. Mit Abstand der größte Anteil waren „Unbekannte Suchbegriffe“. Nur – was fange ich damit an?

Dann gab es noch eine Handvoll Suchen nach „Farmerpfanne„. Kann ich immer noch empfehlen. Und experimentiert ruhig mal mit den Zutaten! 🙂

Soweit zum Blog. Was gibts bei mir sonst so?

Beruflich stehe ich gut da. Ich habe immer noch einen guten und interessanten Job in einem angenehmen Umfeld. Und auch wenn dieses Jahr wirklich verdammt viel zu tun war und ich an einigen Dingen kurz vorm Verzweifeln war (ich sage nur: „Haus, was Verrückte macht“), bin und bleibe ich gerne dort.

Privat… Naja. Ich habe im Sommer und Herbst einiges geschafft, teils mit Hilfe guter Freunde, aber überwiegend ganz allein, auf das ich eigentlich sehr stolz sein könnte. Allein.. die Umstände drumherum lassen nicht viel Freude aufkommen. Denn eigentlich war alles etwas anders geplant. Aber manches kommt nunmal wie es kommt, und man kann nur die Zähne zusammenbeißen und versuchen, das beste draus zu machen.
Andersherum durfte ich erleben, was für wunderbare Freunde ich doch habe, die mir in dieser Zeit eine große und wertvolle Hilfe und Stütze sind. Auch wenn es mir immer noch schwer fällt, ihre Unterstützung auch anzunehmen.

Für das neue Jahr möchte ich an mir arbeiten: Mich nicht so schwer daran tun, Hilfe anzunehmen und nicht immer versuchen, mich alleine durch alles durchzubeißen. Mich (wieder) mehr auch an kleinen Dingen erfreuen. Und den Blick dafür weiter trainieren. Es ist echt schade, was einem sonst alles so entgeht…
Und, natürlich, auch in dieses Blog wieder mehr Leben reinbringen.

Und zu guterletzt habe habe ich mir gedacht, dass ich die Grenze meiner Anonymität ein wenig aufweichen möchte. Nicht ganz – es bleibt dabei, dass mich meine Familie, Arbeitskollegen, Freunde oder Nachbarn nicht einfach so finden sollen. Sonst hätte ich zu sehr den Gedanken im Hinterkopf, wie einige dieser Leute auf Blog und Twitter reagieren würden, und das würde mich hier einfach zu weit ausbremsen. Andersrum habe ich über das Bloggen bzw. Mitlesen, Kommentieren und Twittern doch einige Menschen „getroffen“, die ich gerne näher kennenlernen möchte. Ein erster Anfang ist ja schon getan. 🙂

Euch allen wüsche ich für das neue Jahr alles Gute.
Ganz besonders Gesundheit, und dass ihr gute Freunde habt, die euch durch schlechtere Zeiten helfen.

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Spätzchen und das Autofahren

10. 03. 2013

Ein Bekannter von mir hat eine neue Freundin. Die sei ihm von Herzen gegönnt, zumal die beiden anscheinend ganz gut zusammenpassen, auch wenn sie seine Technikbegeisterung nicht gerade teilt. Nennen wir die beiden mal Häschen und Spätzchen.

Spätzchen hat es wie gesagt nicht unbedingt so mit Autos und Technik. Das allein wäre ja noch nicht so schlimm – niemand muss alles können und wissen. Aber bei Spätzchen drängt sich irgendwie der Eindruck auf, sie will in diesem Feld mit aller Macht strohdoof bleiben…

Spätzchens Auto ist zur Zeit nicht fahrtüchtig. Häschen hat seit kurzem ein „neues“ (=neues gebrauchtes) Auto, dessen Vorgänger aber noch nicht verkauft. Also bekommt sie das gute Stück erstmal. Warum auch nicht? Dass sie das erstemal nicht alleine zur Tankstelle fahren wollte, (und sich seine Erklärungen nicht merken wollte oder konnte) weil sie nicht wusste, wo sie den Tankdeckel findet und welchen Sprit sie einfüllen sollte – mag als Vorsicht an der Grenze zum Übertriebenen scheinen, aber passt schon.  Nur…

Im Prinzip ist es ja so, dass bei uns auf dem Land eigentlich kaum weniger los ist als in der Großstadt – es verteilt sich eben nur auf etwas mehr Entfernung. Und man hat halt außerhalb der hauptzeiten (sprich: Schulbusse) so gut wie keine öffentlichen Verkehrsmittel.

Und so waren Häschen und Spätzchen auf einer Veranstaltung rund 20 km vom Heimatort. Mit von der Partie war Nachbar Tim. Gefahren wurde  mit Tims Auto und es war abgemacht, dass Spätzchen („Das ist ja ein schöner BMW, darf ich den auch mal fahren?“) zu späterer Stunde das Auto mitsamt angetrunkener Männerfracht nach Hause steuert.

So war diesmal die Reihe an ihr, nüchtern zu bleiben, und alles war gut bis….

„Das Auto hat ja Automatik. Damit kann ich ja gar nicht fahren!“

„Das geht genauso wie mit einem Auto mit Schaltgetriebe. Eigentlich sogar viel einfacher, weil du nicht Kuppeln und Schalten mu…“ – „Aber das ist doch alles ganz anders. Das kann ich nicht!!!“

„Pass auf. Du stellst den Hebel auf D, lässt die Bremse los, und alles andere macht das Auto von sel…“ – „Nein, das geht nicht. Damit kann ich nicht fahren!!!1111!!!“

Zugegeben, im Nachhinein wäre es vielleicht schlauer gewesen, sie auch schon auf dem Hinweg fahren zu lassen. (Bzw. beim Versuch zu merken, dass das nicht geht – dann hätte Tim nämlich auf sein Bier verzichtet.) Aber Tims Auto ist nun weder besonders sperrig, noch ist es unübersichtlicher als andere moderne Autos (Spätzchens Gefährt eingeschlossen) und Tim hat extra noch so geparkt, dass sie nachher ohne Rangieren einfach geradeaus losfahren konnte. Aber wer rechnet denn schon mit so einem Problem?

Jedenfalls hatten wir alle ein ziemlich fettes WTF auf der Stirn stehen als Tim uns erzählt hat, dass sie schlussendlich mit dem Taxi heimgekommen sind. Oder sehen wir das zu eng?

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Spaß in der Ubahn

16. 10. 2012

Es gibt ja schon einige Volldeppen auf dieser Welt. Heute abend waren sie wohl alle in der Ubahn unterwegs.

Eigentlich dachte ich noch „wunderbar, du kommst genau pünktlich zur Haltestelle“, denn nur wenige Sekunden nach mir kam die Bahn an.

Wieso haben eigentlich manche Leute das Aus-und-Einsteige-Prinzip noch immer nicht verstanden? Erst alle rauslassen, die rauswollen, dann ist Platz zum Einsteigen und man rennt sich nicht gegenseitig um. So gehts schließlich für alle am schnellsten.

Dann ist es noch ein Vorteil, wenn man sich nicht direkt vor den Stempelautomaten für die Viererkarten breitmacht. Da möchten nämlich vielleicht auch noch andere Fahrgäste dran. Ich zum Beispiel.

Okay – Karte hat den Stempel. Ganz vorne ist sogar noch ein Sitzplatz frei. Wie sich im nächsten Moment zeigt, vermutlich daher, weil das für den Boden direkt davor nicht so ganz gilt. Da liegen Pommesschalen, verschmiert mit den Resten von Ketchup und Mayo, und das ganze schon schön über den Boden verteilt.  Na lecker…

Am Hauptbahnhof dann umsteigen. Aufgestanden, im Gang in die Schlange gestellt. Einmal Schienbein anstoßen später war klargestellt, dass die Frau vor mir einen Hackenporsche im Schlepp hatte. Mit dem sie dann im nächsten Moment nicht so recht um die Ecke aus dem Gang zur Tür rumkam, weil das Rad an einer Haltestange hängengeblieben war.. Was macht man, wenn der Hackenporsche zickt? Trulla machts so: Nach hinten ordentlich Schwung holen und dann kräftig nach vorne reißen – das Material muss das abkönnen! Hatte ich schon erwähnt, dass ich dort in dichtgedrängter Reihe darauf wartete, auszusteigen?
Aua…

Also umsteigen – neue Bahn, neues Glück. Oder so ähnlich. Dass hier die Sitzplätze schon sämtlich belegt waren, egal – ist ja nur für drei Stationen. Dass in der Waggonmitte ein Radfahrer sein Fortbewegungsmittel mit bemerkenswertem Ungeschick genau vor dem Fahrkartenautomaten platziert hat, stört mich nicht gerade. Andere Mitfahrer sahen das weniger locker – die mussten sich ihr Ticket nämlich noch aus ebendiesem Automaten kaufen…

Was mich aber stört, ist das Rasierwasser des Gecks direkt schräg vor mir. Geruchsrichtung fruchtig-penetrant-brechreizend. Würg. Letztendlich bin ich eine Station früher ausgestiegen und habe dafür meinen Mageninhalt mit heimgenommen. Außerdem ist Bewegung ja gesund und so.

Ach so – es waren nicht alle Vollpfosten mit der Bahn unterwegs. Einer fuhr das Auto, das dann noch mit viel Schwung haarscharf um mich rum rechts abgebogen ist.

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Schreck am Abend

06. 08. 2012

Als ich letzten Freitagabend zur Haustür kam, tönte mir von drinnen ein durchdringendes PIEP-PIEP-PIEP-PIEP… ans Ohr.
„Scheiße! Das ist ein Rauchmelder!“ schoss es mir durch den Kopf. „Was ist da los?“
Schnell den Hausschlüssel ins Schloss gefummelt – Handy in der Tasche gefühlt (weil es wäre ja schlecht, wenn ich womöglich erst zurück zum Auto hätte rennen müssen) und auf die Tür. Kein Rauch zu sehen, kein Brandgeruch – eigentlich alles wie immer, wenn ich heimkomme.

PIEP-PIEP-PIEP-PIEP…

Bis auf dieses durchdringende Piepsen des Rauchmelders halt. Vielleicht ist oben, in einem der Schlafzimmer was am Kokeln?

Treppe hoch – PIEP-PIEP-PIEP-PIEP… aaaahh, dieser Lärm!!! Immer noch nichts zu sehen.

PIEP-PIEP-PIEP-PIEP… Nein, nicht aus einem Schlafzimmer, der Rauchmelder über der Treppe ist der Krachmacher. Schnell aus der Halterung an der Decke gedreht – habe ich schon erwähnt, dass das Teil einen wirklich ohrenbetäubenden Lärm macht? (Ist ja richtig so – im Notfall muss einen das schließlich aus dem Tiefschlaf reißen können!)

Und raus mit der Batterie! PIEP-PIE… Aaaaahhhh – welch herrliche Stille….

Ein kurzer Blick in die Zimmer – kein Rauch, kein angebrannter Geruch. Wenn wir schon dabei sind – prüfen wir die Melder da auch nochmal. Das Letztemal ist eh schon ichweißnichtwielang her. PIEP-PIEP-PIEP… Aaahhh, meine armen Ohren! – Aber ja, diese Rauchmelder sind alle noch fit.

Bleibt nur noch die Frage, warum dieser Rauchmelder so einen Krach angefangen hat. Batterie leer? Klingt eigentlich anders, aber so eine neue Batterie ist ja schnell einge… PIEP-PIEP-PIE… Aaahh, schnell raus mit der Batterie, daran lag es also nicht!

Technikfrickler wie ich bin, will ich jetzt aber wissen, was diesen Fehlalarm ausgelöst hat. So fürchterlich teuer sind solche Rauchmelder ja nun nicht (diese hier jedenfalls) und wenn der wahrscheinlich eh hin ist, dann will ich wenigstens wissen wieso. Das Gehäuse des Rauchmelders ließ sich mit etwas Geschick und etwas „Überredungskunst“ leicht aufhebeln. Blieb noch der Sensor selbst. Also vorsichtig den Deckel abklips… Mist – so schnell ist so eine kleine Haltenase abgebrochen…

Aber: DA war dann auch der Übeltäter: eine winzige Spinne krabbelte schnell aus dem Sensorgehäuse und verschwand unter der Platine…

Und trotz allem: lieber so ein Schrecken wegen einer kleinen Spinne, als im Schlaf zu ersticken. Das wäre einem guten Freund von mir vor etwa zwei Jahren um ein Haar passiert. Er hatte keine Rauchmelder installiert, die ihn hätten warnen können, und dass er und seine Familie noch leben, war ganz großes Glück…

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Wichtige Nachricht

11. 07. 2012

Dies ist eine Nachricht von HIRN. In letzter Zeit gab es viele Beschwerden an HIRN, dass es immer langsamer funktioniert. Die Ursachen dafür sind erstens, dass HIRN immer weniger User hat und zweitens, dass viele User ihr HIRN nicht mehr benutzen. Mit dieser Nachricht wollen wir herausfinden, ob du ein inaktiver User bist oder nicht. Du wirst deswegen gebeten, auf deine Pinnwand „ICH BIN DOOF!!!!!1111!!“ zu posten. Wer diese Nachricht nicht innerhalb von zwei Wochen auf seine Pinnwand schreibt, zeigt uns, das er sein HIRN nicht mehr benutzt und sein HIRN wird gelöscht, um mehr Speicherplatz zu bekommen. Schicke diese Nachricht also an deine Freunde und bitte sie, diese ebenfalls weiterzuschicken, damit ihr HIRN erhalten bleibt.

 

Häh?!?

Darum gehts.

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Ey!

04. 07. 2012

Heute bin ich auf dem Heimweg ein Stück weit hinter ein paar … Heranwachsenden hergegangen. Anscheinend heißen die Maahn Júnge, Ey Alda, Ey Digga, Schnegge und Ey. Naja, wahrscheinlich nicht. Vielleicht war ihnen das aber auch weniger peinlich als Kewwin, Klaus-Diiieter oder Schantall?

Es ging in ihrer Unterhaltung wohl um Freunde, Schulkameraden, Lästereien, wie auch immer. Hellhörig wurde ich erst, als „Schnegge“ zu den Worten „… und dann nebelt die so alles um sich rum voll ein-ey!“ eine riesige Dose Deo/Haarspray/Unkraut-Ex/Wasweißich zieht und ihre Aussage tatkräftig um sich sprühend unterstreicht.

Zu sagen, ich hätte mich mit einem tollkühnen Hechtsprung aus der Gefahrenzone entfernt wäre jetzt leicht übertrieben (aber wirklich nur leicht) – aber ich war wirklich nicht böse darüber, dass sich unsere Wege an der nächsten Kreuzung trennten.

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Blinker

29. 05. 2012

Aus immer wieder aktuellem Anlass:

Blinker sind da, um zu zeigen

  • dass man abbiegen möchte
  • dass man gerne die Spur wechseln möchte
  • dass man einen Kreisverkehr an der nächsten Ausfahrt verlässt
  • dass man am Straßenrand hält, bzw. dass man wieder losfahren möchte

Blinker kann man auch verwenden

  • um anzuzeigen, dass der Hintermann gerade gut überholen könnte
  • um sich nach dem Überholen für diesen Hinweis (oder auch für eine andere freundliche Geste) zu bedanken.

Blinker sind nicht da

  • um zu sagen „Mach Platz, ich fahre jetzt rüber auf deine Spur!“
  • um nochmal klarzustellen „Übrigens, ich bin gerade schnell mal direkt vor deiner Nase auf deine Spur gewechselt. Also nur, falls du es noch nicht gemerkt hast, weil du deswegen bremsen musstest.“
  • um es so schön im Armaturenbrett klickern und grün blinken zu lassen

Mögen sich einige gewisse Autofahrer gegrüßt fühlen…

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Ich habe bezahlt!

08. 05. 2012

Ich habe mir das Firefly-DVD-Paket (leider hat die Serie nur eine Staffel) gekauft. Und ich habe mich beim Anschauen tierisch geärgert.

Nicht über die Serie – die steht meinen Erwartungen nicht nach. Auch nicht über die Qualität von Bild oder Ton. Die gibt mir keinen Grund dazu.

Etwas unglücklich finde ich die DVD-Hülle, wo alle vier DVDs übereinander auf einem gemeinsamen Zapfen sitzen. Das ist anderswo besser gelöst. Dass man zu jeder Folge ein eigenes Untermenü mit Szenenauswahl hat kann man so oder so sehen. Wenn man mehrere Folgen am Stück sehen möchte, macht es das aber umständlich. Aber alles harmlos.

Was mich aber tierisch ankotzt: Bei Einlegen jeder DVD muss man sich (noch vor den obligatorischen und unüberspringbaren Hinweisen zur Altersfreigabe und Ermahnungen, dass die DVD nicht in gewerblichen Räumen, in Schulen, Krankenhäusern, Gefängnissen, Reisebussen oder auf Ölbohrplattformen vorgeführt und nicht kopiert werden darf) einen GVU-Spot der Aktion „Raubkopierer sind Verbrecher“ über mich ergehen lassen. Auch wenn dieser Spot nicht ganz so unsäglich ist wie dieses „Noch dreimal singen“…

Liebe GVU, liebe Filmindustrie: Ich habe schon dafür bezahlt, dass ich diese DVDs sehen darf! Warum geht ihr mir mit so einem Mist auf die Nerven, und noch dazu derart penetrant? Ich habe bezahlt! Warum behandelt ihr mich, warum behandelt ihr eure zahlenden Kunden wie Gesetzesbrecher?

Erinnert ihr euch an diesen Vergleich? Da steckt immer noch verdammt viel Wahrheit drin!

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Baustelle

28. 07. 2010

Bei mir im Ort wird gerade gebaut. Die Rohre, durch die ein Bach unter der Hauptstraße hindurchgeführt werden, müssen erneuert werden. Die alten Rohre sind mit der Zeit marode geworden, und da die Straßenoberfläche in naher Zukunft eh erneuert werden soll (was ebenfalls lange genug ausgesessen wurde…) hat jemand in der Verwaltung mitgedacht und die Sache mit dem Bach da mit eingeplant. Die Umsetzung der beauftragten Baufirma sah dann so aus:

* Umleitung einrichten
* Straße aufreißen
* alte Rohre (oder was davon noch übrig ist) rausreißen
* Neue Rohre in den Graben legen
* zwei Wochen Betriebsurlaub machen

Äääähhhh… HALLO!?!???

Mitten im Ort ein riesiger Graben, abgesperrt mit riesigen Bauzäunen, und der halbe Ort ist nur über eine dreieinhalb Kilometer lange Umleitung über Nebensträßchen und Schotterwege erreichbar (bzw. wenn man zu Fuß und fit genug ist, indem man durch einen Garten, über besagten Bach und eine Kuhweide stiefelt) und dann sollen sämtliche Arbeiten daran erstmal zwei Wochen lang ruhen?

Nach ein paar „freundlichen“ Gesprächen wurde dann doch kurzfristig ein anderer Trupp der Baufirma zu uns beordert, der die Arbeiten so weit vorangebracht hat, dass wenigstens der Graben zugeschüttet wurde und man da lang fahren kann (zumindest wenn man sein Auto nicht so sehr tiefer-breiter-härter-unbrauchbar gemacht hat wie einer meiner Nachbarn).

Aber warum denkt man nicht von selbst so weit?

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Systemvoraussetzungen

19. 07. 2007

Die Unart, bei einer Webseite irgendwas nach Art von „Best viewed with …“ vorauszusetzen, hat ja glücklicherweise wieder nachgelassen.

Dafür fordert nun ein Druckertreiber(!), ich solle doch auf dem Rechner der Kollegin C. eine Auflösung von mindestens 1024×768 einstellen. Weniger ginge zwar auch, sei aber nicht empfohlen. Ich will mich über die Empfehlung hinwegsetzen, da C. ihrerseits auf 800×600 besteht. (Sie sieht nicht gut.) Die Installationsroutine dagegen ist der Ansicht, dass die Empfehlung nicht umgangen werden darf und weigert sich strikt, den „Weiter“-Button klickbar zu machen.

Also gut, Auflösung hochsetzen, Treiber installieren, Auflösung wieder zurücksetzen. Treiber drauf, Auflösung zu C.s Zufriedenheit, alles in Ordnung.

Bleibt nur eine Frage: Was denken sich solche Programmierer eigentlich?!?

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Mittag

13. 07. 2007

Am Nebentisch gehört:

– War eine gute Idee, in die Kantine zu gehen.
– Ja, hat sehr gut geschmeckt.

Also das Stammessen hatten die beiden jedenfalls nicht…