Archive for the ‘Blogroll’ Category

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Blogroll-Update und Kommunikationszeugs

18. 10. 2012

Nachdem die Liste der verfolgten Blogs im Reader schon ein wenig angewachsen ist, habe ich mal meine Blogroll etwas erweitert. Ohne jetzt viel dazu zu sagen – reinschnuppern lohnt sich! 🙂

Und weil Mails von meiner Blog-Mailadresse offenbar überwiegend in Spamfiltern gelandet sind anstatt in den Postfächern der Empfänger, habe ich dafür jetzt eine gmx.de-Adresse eingerichtet (welche wohl 😉 )

Dann habe ich mir einen Twitter-Account zugelegt. 0x0d war dummerweise schon belegt, also habe ich das nächstliegende getan und eine 13 drangehangen: @0x0d13. 😀
Bis jetzt habe ich dort zwar kaum einen Piep von mir gegeben, aber der gute Vorsatz ist schonmal da, dass das mehr werden soll als nur Announcements für neue Blogposts.

Ein paar andere Einstellungen fürs Blog habe ich durchprobiert, aber bis auf etwas „Feintuning“ bin ich erstmal doch beim alten geblieben. Hat sich bewährt, finde ich.

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Du kannst alles von mir haben…

20. 06. 2012

Den Titel habe ich bei der Laborfee geklaut. Sie hat ja schließlich gesagt, dass ich alles von… – nein, natürlich nicht.

Eigentlich wollte ich in einem Kommentar auf ihren Blogpost antworten. Aber der wurde länger und länger und … und irgendwann dann einfach zu lang…

Aber wenn ich eh schon einen eigenen Artikel draus mache, dann kann ich auch etwas weiter ausholen 😀

Aaaalsooo….

Zu meiner „Philosophie“ gehört es, anderen da zu helfen, wenn es mich kaum mehr als ein klein wenig Zeit oder Aufmerksamkeit kostet. Die Tür kurz offenzuhalten, wenn jemand hinter mir kommt (der Klassiker!) Auf dem engen Bürgersteig kurz zwischen zwei Autos stehenzubleiben, um die junge Mutter mit dem Kinderwagen durchzulassen. Kleinigkeiten halt.

Oder – je nach „Nutzen“ – auch mehr. In meiner Heimatgemeinde Müll sammeln, den achtlose Autofahrer aus dem Fenster geworfen haben. (Diese „Aktion saubere Landschaft“ bekommt irgendwann einen eigene Artikel…) In der Dorfgemeinschaft mithelfen, wenn der Maibaum aufgestellt oder das Martinsfeuer aufgebaut wird. Und irgendwo da gehört auch das Blutspenden usw. rein.

Ich gehe (mehr oder weniger) regelmäßig Blut spenden. Beim Roten Kreuz (auch wenn der DRK-Blutspendedienst teilweise kritisch gesehen wird), weil es in meiner Heimat die einzige Möglichkeit ist, und wir im Freundeskreis nach Möglichkeit gemeinsam zu den Spendeterminen gehen.
Beim DRK kann man bis zu sechsmal im Jahr spenden (Frauen bis zu viermal) – Ich habe inzwischen über 50 Spenden geleistet, und bin da auch ein bisschen stolz drauf 🙂

Bei den ersten Spenden war ich nachher anscheinend ziemlich blass um die Nase. Bei der Voruntersuchung war mein Blutdruck damals (trotz reichlich Nervös-sein) knapp über der Untergrenze, dass ich überhaupt zugelassen wurde. Ich habe mich nach dem „Anzapfen“ zwar gut gefühlt, war aber anscheinend extremst blass und musste sicherheitshalber eine Extrarunde „nachsitzen“. – Naja, lieber auf Nummer sicher gehen als dass die mich nachher vom Boden aufsammeln und wieder hochpäppeln müssen…

Mit den Jahren sind meine Blutdruckwerte nach und nach immer weiter gestiegen. Höher und höher. Und seitdem ich letztes Jahr Tabletten dafür nehme, sind die auch wieder zurück auf einen vernünftigen Wert…

Die Nadel ist tatsächlich groß. Wenn man sie das erstemal sieht, kann man tatsächlich Angst bekommen. Aber die tut auch nicht mehr weh als eine kleine. Wenn der „Stecher“ sich nicht blöd anstellt, piekt es nur kurz. Impfen fand ich da deutlich unangenehmer.Ich habe allerdings auch das Glück, dass meine Venen sich gut anstechen lassen. Nur zugucken mag ich nicht unbedingt. Bei anderen, okay. Macht mir nix. Wenn die Nadel im Arm steckt, auch kein Ding. Nur beim Reinstechen gucke ich lieber woanders hin.

Bei einer solchen Blutspende habe ich mich auch als Knochenmarkspender typisieren lassen. Nicht bei der DKMS, sondern einer anderen Organisation, die hier mit dem DRK zusammenarbeitet. Da aber im Bedarfsfall alle diese Karteien in einem Rutsch abgefragt werden, ist das egal. Im Gegenteil, sich bei mehreren Organisationen typisieren zu lassen kostet diese nur unnötig Geld!

Ich trage auch einen Organspendeausweis bei mir. Eben aus dem Grund: wenn ich eh tot bin (bzw. unwiderruflich knapp davor) dann nützen mir meine Organe auch nichts mehr. Sprich: Ich verliere nichts daran. Aber jemand anderem können sie ein Weiterleben möglich machen. Man könnte sagen, ich „lebe“ in den Empfängern weiter…

Gerade vor diesem Hintergrund verstehe ich auch meine Mutter nicht, die sich sonst doch so christlich-nächstenliebend gibt. Ihre Reaktion, als wir mal auf dieses Thema kamen, war eher entsetzt. Der Körper sei doch von Gott gegeben, dann solle man doch auch vollständig vor seinen Schöpfer treten. (Meine Gegenfrage, was denn mit Unfall- und Kriegsopfern wäre, oder wenn krankheitsbedingt ein Organ entfernt werden müsste, wurde einfach überhört) Und wie man den Ärzten denn da überhaupt vertrauen könnte. „Und die Organhandelsmafia…“ – ich habs an dieser Stelle aufgegeben…
Sie hat mir dann noch ein Traktat aufgedrängt, woraus sie wohl ihre Argumente hatte. Viel Blabla. Viel Gerüchte. Angebliche Skandale. Verschwörungstheorien. Aber praktisch keine belegbaren Fakten. Am meisten Raum hat darin das „Argument“ eingenommen, wie furchtbar eklig und blutig die Organentnahme doch ist. (Ach ja. Und eine lebensrettende Operation ist das nicht?). Keine Ahnung, wer so einen Unfug produziert und zu welchem Zweck.

Okay – wenn sie das so für sich sieht, dann muss ich das akzeptieren. Auch wenn ich es nicht wirklich verstehen kann. Warum soll ich andere Menschen leiden oder gar sterben lassen, wenn ich meinen Körper doch eh nicht mitnehmen kann? Wohin auch immer die Reise dann gehen mag…

Auf der Karte „im Notfall anrufen“ in meinem Geldbeutel steht eh die Nummer von meinem Bruder. Und der ist da meiner Meinung. Und allein um meinen Willen ginge es ja bei der Frage.