Archive for the ‘Mahlzeit!’ Category

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Farmerpfanne

15. 08. 2012

Eigentlich bin ich ja nicht unbedingt so ein Fan davon, nur für mich alleine großartig zu kochen. Wenn ich allein zuhause bin, gibt es dann eher Butterbrot, manchmal auch Pizza, oder ich mache mir was aus der Dose in der Mikrowelle warm.

Am Wochenende war ich nochmal motiviert. Nichts großartiges; etwas, was ich meiner Mutter abgeguckt habe. Sie nennt es Farmerpfanne.

Das Rezept ist einfach, auch für Köche mit zwei linken Daumen geeignet, braucht nicht viel Vorbereitung und lässt reichlich Spielraum für eigene Interpretationen 😉

Ich brauche:

  • Eine Pfanne mit Deckel
  • Kartoffeln (festkochend, nicht zu klein)
  • Gemüse
  • Eier
  • Salz, Pfeffer, Gewürze
  • Butter (oder Öl)
  • Je nach Geschmack Speckwürfel, Zwiebel, …

Die Kartoffeln werden geschält und in Streifen geschnitten. Je dünner, umso schneller garen sie, aber sie brechen dann auch schneller. (Ist für den Geschmack egal, aber lange Streifen sehen auf dem Teller schöner aus 😉 )

Die Kartoffelstreifen werden in die Pfanne gegeben. Dazu kommt etwa ein Glas Wasser. Je nach Geschmack kann man das Wasser leicht salzen.

Die Pfanne auf den Herd und bei nicht zu starker Hitze (das Wasser soll kochen, aber nicht gleich unter dem Decker heraus verdampfen!) werden die Kartoffeln im Wasserdampf gegart. Falls zuviel Wasser verdampft ist, nochmal etwas nachfüllen.

Ich nehme als Gemüse meistens tiefgekühltes Kaisergemüse. Das gebe ich dann zu den Kartoffeln, wenn die kurz vor gar sind. (Frisches Gemüse geht natürlich auch; das wird dann entsprechend der Garzeit zu den Kartoffeln gegeben.)

Der Deckel kommt nochmal auf die Pfanne, und der Herd wird etwas hochgedreht, so dass das Gemüse im Wasserdampf zügig auftauen kann.

Ist das Gemüse getaut, bleibt der Deckel noch ein paar Minuten drauf. Aber Vorsicht, Tiefkühlgemüse gart recht schnell, und der Geschmack soll ja nicht rauskochen.  Danach wird der Deckel nicht mehr gebraucht.

Etwas Butter  oder Öl zu den Kartoffeln,  das Wasser verdampfen lassen und alles leicht anbraten lassen. Zwischendurch umrühren und würzen.

Zuletzt kommen noch die Eier obendrüber. Ich mag den Glibber vom Eiweiß nicht gerne und wende alles nochmal, damit das Eiweiß rundum stocken kann.

Zum Abschluss nochmal leicht nachwürzen.

Guten Appetit! 🙂

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Wurst-Nudeltopf a la Wolfy

09. 06. 2012

Wolfy hat neulich ein Rezept gebloggt, und ich habe mich inspirieren lassen.

So wie in meiner Vorlage werde ich aber keine Mengenangaben machen. Mit etwas Gefühl und Phantasie klappt das auch so. 😀

Also habe ich eingekauft. Fleischwurst, Eier, Tomatenmark, Cocktailtomaten.

Nudeln, Zwiebeln, Butter und kleingewürfelten Speck hatte ich noch da. Gewürze sowieso.

Der Küche zuliebe versuche ich, mir vorher zumindest einen groben Plan zurechtzulegen. Schiefgehen kann auch so noch mehr als genug. Außerdem kann ich nicht mal eben nach nebenan in einen Supermarkt springen, wenn noch was fehlt. Nebenan gibts erstmal reichlich grüne Wiese; ohne Auto geht hier nicht viel…

Der Plan sah so aus:

Alles, was ich zum Kochen brauche, bereitstellen: Ein großer Topf (für die Nudeln), ein nicht ganz so großer Topf (Soße), eine nicht zu kleine Pfanne zum Anbraten, ein Sieb, Schneidebrett, Messer, Löffel, Holzlöffel, Pfannenwender.

Zwiebel unter der Dunstabzugshaube schälen und kleinschneiden. Das ist angenehmer, als dabei eine Taucherbrille zu tragen 😉 Die Tomaten je nach Größe halbieren oder vierteln und die Wurst in Stückchen schneiden.

Den großen Topf halbvoll mit Wasser machen und auf den Herd. Die Pfanne heiß werden lassen und eine gute Protion Butter darin schmelzen. Außerdem das Tomatenmark mit etwas Wasser in den anderen Topf geben und heiß werden lassen.

Wenn das Wasser kocht, die Nudeln rein, und den Holzlöffel zwischen Topf und Deckel. Das ist ein Tipp aus irgendeiner der unzähligen Kochshows; so kocht der Schaum vom Nudelwasser nicht ganz so schnell über den Rand vom Kochtopf. Die dadurch gewonnenen Sekunden reichen meistens, um den Deckel hochzuheben oder den Topf schnell von der Platte zu schieben, bevor es die Sauerei gibt…

(Ja, die Nudeln ohne Deckel kochen geht auch. Aber dann verdampft mir das Wasser immer so schnell…)

Während die Nudeln kochen, die Tomaten, Zwiebeln, Wurst- und Speckwürfel in der Pfanne rundrum anbrutscheln lassen. Wenn genug angebrutschelt, in den Topf mit dem Tomatenmark geben. Nach Geschmack Pfeffer und andere Gewürze dazugeben (Salz ist in Wurst und Speck eigentlich schon genug drin), und eine nicht zu knappe Portion Zucker gehört auch noch rein. Köcheln lassen, bis genug Wasser aus der Soße rausgedampft ist. Nochmal probieren und nachwürzen.

Wenn die Nudeln gut sind, durch das Sieb abgießen.

Soße drauf.

Guten Appetit! 🙂

Soweit die langweilige Theorie. Nun zur Praxis: 😀

Wurst kleinschneiden. Check.

Tomaten. Check.

Zwiebeln. Check. Gesegnet sein die Abzugshaube!

Finger sind noch alle heil? Ja. Gut.

Nudelwasser anstellen. Check.

Und jetzt Butter bei die Fische, bzw. in die Pfanne. Butter. Che..äääh….

Mist. Butter ist alle. Okay – Alternativen suchen:

Margarine: nicht so gut wie Butter, aber wäre noch okay. – Nee, geht doch nicht. Ist fast leer, und bisschen was will ich mir morgen früh ja auch noch aufs Brot schmieren.

Olivenöl: Bäh, geht gar nicht, hat viel zu viel Eigengeschmack. Keine Ahnung, was die Leute daran finden. Manche Sachen dürfen ja nach Olive schmecken, aber doch bitte nicht alles. Bratkartoffeln und Spiegelei schonmal garnicht. Sooo superdupermussmanunbedingtübergesund ist Olivenöl im Vergleich zu anderen Ölen nun auch wieder nicht.

Ah ja, da steht Sonnenblumenkernöl: Passt. Check. Weiter im Text.

Speck und Zwiebeln anbraten. Dann die Wurst dazu. Ob das mal nicht etwas zuviel Wurst ist? Wird schon passen…

Tomatenmark in den Topf. Wasser dazu. Etwa ein Drittel der Packung sollte hinhauen. Partytomaten rein. Platte einschalten. Und nicht aus den Augen lassen. Lieber zu oft als zuwenig umrühren – wenn große Blasen hochsteigen, dann spritzt es…

Pfanne immer wieder umrühren. Soll ja nicht einseitig schwarz werden, sondern rundrum leicht anbraten.

Nudeln ins heiße Wasser. Holzlöffel unter den Deckel legen.

Durchatmen, Bild machen 😀

Inhalt der Pfanne in den Soßentopf schaufeln und weiterrühren. Und die Nudeln nicht überkochen lassen. Zwischendurch wenn möglich ein paar Handgriffe aufräumen. Oder so. Oder auch nicht. Jedenfalls die Töpfe nicht aus den Augen lassen…

Gut, die Nudeln brauchen noch ein, zwei Minuten. Gewürze in die Soße. Abschmecken. Da war doch noch was mit Zucker, also ab damit in die Soße. Weiterrühren, die Nudeln im Auge behalten. Die Soße ist noch etwas dünn, aber das sollte… Moment!

Da stehen doch noch die Eier, was war denn damit? Im Plan… nein, im Plan hatte ich keine Eier drin. Aber ich habe sie auf der Einkaufsliste. Also müssen die doch irgendwie…

Wolfys Post noch mal durchgehen. Wo standen denn da…? Hach, Strg-F ist was feines. Da, kurz vor dem Ende. Gut, dann habe ich ja noch nichts verpasst. Schüssel aus dem Schrank, Eier da rein aufschlagen. Hmpf! War ja klar, ein paar Ecken von der Schale sind auch in der Schüssel gelandet. Rausfischen. Eier verrühren und dann ab damit in die Soße. Zwischendurch Weiterrühren nicht vergessen!

Eier Stocken lassen, rühren. Nudeln abgießen, Herd ausschalten. Soße noch etwas weiterrühren.

FERTIG!

Guten Appetit!

Lecker. Und macht pappsatt.

Wenn sich die Küche jetzt noch von allein aufräumen würde….

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Mahlzeit.

22. 05. 2012

„Es gab ‚Schweinenackenbraten mit Salzkartoffeln und Bratensoße‘. Sie hätten es aber besser ‚Schweinenackenbraten mit Kartoffeln und Salzsoße‘ genannt“

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Kantinenquickie

28. 06. 2010

Zwei Kollegen begegnen sich hinter der Kasse der Kantine und begutachten die Menüwahl des anderen.

„Guten Hunger“
„Viel Glück!“

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Mittag

13. 07. 2007

Am Nebentisch gehört:

– War eine gute Idee, in die Kantine zu gehen.
– Ja, hat sehr gut geschmeckt.

Also das Stammessen hatten die beiden jedenfalls nicht…

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all you can eat

11. 07. 2007

Das – so behauptet unsere Kantine jedenfalls – könne man dort heute bekommen.

Letztesmal bedeutete es nur, dass es anstatt zwei oder drei Menüs mehr Kombinationsmöglichkeiten von Fleisch (bzw. einer Alternative für Vegetarier) und Beilagen gibt.

Meine Vermutung: die Tiefkühlanlage muss leerwerden